
Laudator Dr. Wolfgang Kessler,
Chefredakteur von Publik Forum.
Essen/Münster.
Am 4. Dezember 2011 so gegen zwölf Uhr hatte das Warten ein Ende: Renate
Müller, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung "Zukunft der Arbeit und
der Sozialen Sicherung" (ZASS), verkündete den diesjährigen Träger des Kettelerpreises.
Alle Münsteraner Gäste der Preisverleihung jubelten, als sie hörten, dass
ihr Projekt "Gütesiegel Gute Arbeit" die offene Abstimmung knapp
gewonnen hat. Der Kettelerpreis, der nach dem in Münsteraner Adelsspross und
späterem Sozialbischof Wilhelm Emanuel von Ketteler
benannt ist, war ausgelobt worden für Engagement gegen die Prekarisierung
der Arbeit.
Laudator Dr. Wolfgang Kessler, Chefredakteur von Publik Forum, hob hervor,
dass das Gütesiegel zeige, dass man auch unter Konkurrenzbedingungen in der
Arbeitswelt gerecht und sozial handeln kann. Dem konnten die anwesenden
Jurymitglieder, die den Preis mit Recht als ihren Gewinn verstanden haben, nur
zustimmen.

Die jubelnden Münsteraner (v. li.): Klaus-Dieter Amtmann, Mechthild Schulz, Bernhard
Bockhorst, Hermann Hölscheidt, Sigrid Beier, Benedikt
Kemper, Ortrud Harhues, Detlef Völkering,
Sigrid Audick, Brigitte Lehmann, Werner Bever und
Margret Nowak.
Jedes bisher vergebene Gütesiegel verdeutlicht, wie fantasievoll, engagiert
und erfolgreich Einsatz für "Gute Arbeit" sein kann. Ob nun z. B.
Bäckermeister Bernd Brockmann bewusst den Sonntag arbeitsfrei hält, Betriebsrat
Gerd Jansen eine Betriebsvereinbarung für bessere Bedingungen für Leiharbeiter
durchsetzt oder Hildegard Höltermann und Elisabeth Ingenhorst
neue Ausbildungsplätze an einer Förderschule schaffen - um nur einige Beispiele
zu nennen - immer zeigt ein Gütesiegel an, dass für ganz konkrete Menschen die
Arbeitsbedingungen verbessert wurden und dies öffentlich sichtbar und gewürdigt
wurde.
Mit dem Preisgeld wird die KAB im Bistum Münster ihr Engagement für gute
Arbeit und gutes Leben weiter stärken, "…weil es uns wertvoll ist".